Kiosk-Modus des Tabletts¶
Das Tablett am Gerät sieht aus wie ein Tablet. Es ist keines: es ist das Bedienteil des Roboters. Der Kiosk-Modus ist die Hülle, die diesen Unterschied durchsetzt.
Diese Seite beschreibt die Bausteine der Hülle. Was ein Gerät bei der Abnahme können muss und wie jede Anforderung vor Ort nachgewiesen wird, steht in Kiosk mode. Was auf dem Bildschirm läuft, steht in uGo — operator surface.
Beleglage dieser Seite
BELEGT heisst hier: aus der Beschreibung der Ablage hmi/kiosk-shell
abgelesen, Stand 28.08.2026. Nicht an einem Tablett nachgeprüft.
HINWEIS heisst: allgemeine Eigenschaft der Android-Plattform, nicht
aus unserer Ablage belegt — vor dem Verlassen darauf am Gerät gegenprüfen.
OFFEN heisst: nirgends beantwortet; dabei steht, wer es beantworten muss.
1 · Warum überhaupt ein Kiosk¶
Ein Bedienteil hat eine Eigenschaft, die ein Tablet nicht hat: es gibt nichts anderes darauf. Ein Not-Halt-Taster führt nicht in ein Menü, und ein Aufzugstableau hat keinen Startbildschirm.
Sobald ein Gerät im Gang steht, entscheidet nicht die Absicht, sondern die Erreichbarkeit:
- Was ein Besucher erreichen kann, wird ein Besucher erreichen.
- Was nach einem Absturz sichtbar wird, ist das, was das Gerät dann ist.
- Ein Systemdialog auf dem Bildschirm eines Medizinprodukts liest sich für den Betrachter nicht als Betriebssystem, sondern als Fehler des Geräts.
Deshalb ist der Kiosk kein Feinschliff am Ende, sondern die Bedingung dafür, dass das Tablett als Bedienteil durchgeht. Ein Tablett, von dem aus ein Browser erreichbar ist, ist ein Rechner im Klinikgang — und wird auch so behandelt.
2 · Die Bausteine der Hülle¶
Fünf Bausteine sind belegt. BELEGT (Beschreibung hmi/kiosk-shell)
| Baustein | Was er beiträgt | Beleg |
|---|---|---|
| Vollbild-WebView | Die Bedienoberfläche läuft als Webanwendung in einem Vollbildfenster — ohne Adresszeile, ohne Browserbedienung. | BELEGT dass es ihn gibt |
| Geräteeigentümer (Device Owner) | Die Rolle, aus der heraus eine Anwendung das Gerät verwalten darf, statt nur eine App unter vielen zu sein. | BELEGT dass die Hülle sie nutzt |
| Lock Task Mode | Die Sperre der Plattform, die das Verlassen der laufenden Anwendung durch Geste oder Taste verhindert. | BELEGT dass die Hülle ihn nutzt |
| Serviceausstieg | Der vorgesehene Weg heraus — für den Fall, dass jemand mit Berechtigung wirklich heraus muss. | BELEGT dass es ihn gibt |
| Diagnose | Eine Sicht auf den Zustand des Geräts für den Servicefall. | BELEGT dass es sie gibt |
Was an dieser Tabelle belegt ist — und was nicht
Belegt ist die Aufzählung: diese fünf Bausteine gehören zur Hülle. Wie jeder einzelne umgesetzt ist, welche Einstellungen er kennt und wie er sich im Fehlerfall verhält, steht in keiner gelesenen Quelle. OFFEN
Wozu Geräteeigentümer und Lock Task Mode zusammengehören¶
HINWEIS — allgemeine Eigenschaft der Android-Plattform, nicht aus unserer Ablage belegt:
Der Lock Task Mode hält eine Anwendung im Vordergrund und nimmt ihr die Wege hinaus. Damit eine Anwendung diesen Modus ohne Zutun eines Menschen betreten darf — also auch nach einem Neustart um drei Uhr nachts —, muss sie von der Geräteverwaltung dazu berechtigt sein. Der Geräteeigentümer ist die Rolle, die das erlaubt.
Die beiden gehören deshalb zusammen: der Lock Task Mode ist die Sperre, der Geräteeigentümer ist die Berechtigung, sie selbst zu setzen. Ohne die Rolle bleibt eine Sperre, die jemand von Hand bestätigen muss — und genau das geschieht nach einem nächtlichen Neustart nicht.
Die Rolle des Geräteeigentümers wird auf Android beim Einrichten des Geräts vergeben. HINWEIS Wie sie in unserem Ablauf vergeben wird und was geschieht, wenn ein Gerät ohne sie ins Feld geht, ist OFFEN — zu beantworten von der Entwicklung der Kiosk-Hülle gemeinsam mit der Inbetriebnahme.
3 · Der Serviceausstieg¶
Der Ausstieg ist der Teil, an dem sich entscheidet, ob die ganze Hülle etwas wert ist. Eine Sperre, aus der jeder herauskommt, ist keine; eine, aus der niemand herauskommt, wird beim ersten Servicefall aufgebrochen.
Belegt ist, dass die Hülle einen Serviceausstieg hat. BELEGT
Der Ausstieg ist nicht beschrieben — und er muss gegen die Abnahmeregel geprüft werden
Wie der Serviceausstieg ausgelöst wird, wer ihn benutzen darf und ob er protokolliert wird, ist OFFEN.
Das ist deshalb kein Nebenpunkt, weil die Abnahmeseite dieses Portals eine klare Regel setzt: der Weg zurück ist nie eine Geste auf dem Bildschirm, denn was mit einer Geste erreichbar ist, ist auch für einen Besucher erreichbar (Kiosk mode).
Ob der Serviceausstieg der Hülle diese Regel einhält, ist ungeprüft. Solange das so ist, gehört es auf jede Abnahmeliste. Zu beantworten von der Entwicklung der Kiosk-Hülle.
4 · Die Diagnose¶
Belegt ist, dass die Hülle eine Diagnose hat. BELEGT Was sie zeigt, für wen sie gedacht ist und wie sie erreicht wird, ist OFFEN.
Zwei Fragen, die dabei mitbeantwortet werden müssen:
- Verhältnis zur Technikerseite. Die Technikerseite der Bedienoberfläche ist über das Netz erreichbar, hinter dem Technikerpasswort, und ausdrücklich nicht vom Bildschirm des Geräts aus (uGo — operator surface). Ob die Diagnose der Hülle daneben etwas Eigenes leistet oder dieselbe Sicht doppelt, ist OFFEN.
- Was sie zeigen darf. Eine Diagnose, die auf dem Gerät im Gang sichtbar ist, ist für jeden sichtbar. Netzadressen, Kennungen und Protokollzeilen gehören deshalb nicht auf einen Bildschirm, der nach vorn zeigt. OFFEN — ungeprüft.
5 · Wohin von hier¶
- Anforderungen und ihr Nachweis bei der Abnahme: Kiosk mode
- Was auf dem Bildschirm läuft: uGo — operator surface
- Bedienung Bildschirm für Bildschirm: Operating Manual
- Wie sich der Kiosk in die Plattform einordnet: Was uGo+ ist